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LIR-Resilienz-Forum - Die Entschlüsselung der psychischen Widerstandskraft

Im LIR-Resilienz-Forum halten wir Sie durch hochaktuelle Experten-Vorträge mit anschließender Diskussion auf dem Laufenden. Die wechselnden Referent*Innen aus verschiedenen Bereichen der Resilienzforschung (z. B. Resilienz am Arbeitsplatz, Resilienz und Umwelt, Emotionsregulation) helfen Ihnen bei der Entschlüsselung der psychischen Widerstandskraft. Ob Hintergrundwissen zu den neuesten Entwicklungen in der Resilienzforschung oder praktische Informationen zum Umgang mit aktuellen Belastungen, im LIR-Resilienz-Forum lernen Sie die Vielfalt dieses Themas hautnah kennen.

Termine des LIR-Resilienz-Forums

***Aufgrund der aktuellen Situation ist eine Anmeldung zu den Veranstaltungen mit Ihren vollständigen Kontaktdaten bis spätestens 48 Stunden vor Veranstaltungsbeginn zwingend erforderlich. Die Teilnehmerzahl für die nachfolgenden Veranstaltungen ist begrenzt; Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.***

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Dr. Omar Hahad: Auswirkungen von Lärm und Luftverschmutzung auf Herz und Psyche: Was wissen wir?

Mittwoch, 02.09.2020, 18:15-19:45

Die Luft, die wir atmen, ist essenziell, und manchmal vergessen wir die Bedeutung, die die Luftqualität für unsere Gesundheit und unser psychisches Wohlbefinden hat. Die Belastung durch Lärm stellt ein zunehmendes Problem dar. Millionen Menschen in Europa sind dauerhaft hohen Lärmpegeln ausgesetzt, die für ihre Lebensqualität und psychische Gesundheit schädlich sind. Nach Erkenntnissen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Lärm die zweitgrößte umweltbedingte Ursache für Gesundheitsprobleme, unmittelbar nach den Auswirkungen von Luftverschmutzung (Feinstaub). Doch wie genau sehen diese Zusammenhänge aus? Wie wirken sich diese Umweltstressoren auf die Psyche und den Organismus aus und gibt es Möglichkeiten, sich vor ihnen zu schützen?

Dr. Omar Hahad, Stressforscher am Zentrum für Kardiologie der Universitätsmedizin Mainz und Experte für die Auswirkungen von Umweltbelastungen auf die menschliche Gesundheit, gibt in seinem Vortrag einen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung und stellt Maßnahmen vor, die notwendig sind, um die Bevölkerung vor den negativen gesundheitlichen Auswirkungen dieser umweltbedingten Stressoren zu schützen.

Dr. Donya Gilan & Markus Müssig: Psychologie der Krise: Wie wir die Corona-Pandemie bewältigen

Mittwoch, 09.09.2020, 18:15-19:45

Die COVID-19-Pandemie hat die Welt auch Monate nach Beginn des Ausbruchsgeschehens fest im Griff und führt durch Arbeitsplatzsorgen, Angst vor Ansteckung oder Einschränkungen des Alltags zu spürbaren Belastungen in der Bevölkerung. Eigene und internationale Forschungsprojekte haben in den letzten Monaten zu einem besseren Verständnis der Auswirkungen der gegenwärtigen Pandemie geführt und dabei verschiedene Schutzfaktoren identifiziert. Deren Wirkung und Bedeutung wird im Resilienz-Forum mit Frau Dr. Gilan und Herrn Müssig dargestellt, und es werden konkrete Empfehlungen zur Prävention kurz- und langfristiger Folgen gegeben.

Dr. Donya Gilan hat nach ihrem Psychologiestudium an der Universität Frankfurt promoviert und forscht seitdem unter anderem zu Resilienz und psychischer Gesundheit mit einem aktuellen Fokus auf die COVID-19-Pandemie. Darüber hinaus leitet sie den Bereich „Resilienz und Gesellschaft“ am Leibniz-Institut für Resilienzforschung und ist psychologische Leitung der transkulturellen Ambulanz der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz.

Markus Müssig hat bereits während seines Psychologiestudiums einige Jahre Erfahrung als Trainer in der beruflichen Rehabilitation sammeln können und hat als wissenschaftliche Hilfskraft am LIR gearbeitet. Seit Abschluss seines Psychologiestudiums ist er an Konzeption und Umsetzung der Resilienz-Ambulanz beteiligt und promoviert am Psychologischen Institut der Universität Mainz.

Dr. Isabella Helmreich: Resilienzstärkung: Wie Sie mit alltäglichen und beruflichen Belastungen umgehen können

Mittwoch, 16.09.2020, 18:15-19:45

Der Schwerpunkt des Vortrages liegt auf der Verbesserung der Gesundheits- und Resilienzkompetenz im Alltag. Im Vortrag werden verschiedene „Schutzfaktoren“ vorgestellt und wie diese trainiert werden können, um alltägliche und berufliche Belastungen besser zu bewältigen und trotz dieser Belastungen gesund zu bleiben. Im Resilienz-Forum mit Dr. Helmreich erhalten Sie einen aktuellen Einblick in den Forschungsstand und konkrete Beispiele zur Stärkung der eigenen Gesundheitskompetenz.

Dr. phil. Dipl.-Psych. Isabella Helmreich ist wissenschaftliche Leiterin des Bereichs Resilienz & Gesellschaft am Leibniz-Institut für Resilienzforschung (LIR) in Mainz und Psychologische Psychotherapeutin mit langjähriger klinischer Erfahrung.

Mirco Gröger: Burn-Out: Symptome, Ursachen & Prävention

Mittwoch, 30.09.2020, 18:15-19:45

Die Anzahl von Krankheitstagen aufgrund psychischer Erkrankungen wie Depressionen, Angsterkrankungen oder das Burn-out Syndrom haben sich innerhalb der letzten zehn Jahre nahezu verdoppelt. Ein großer Teil dieser Erkrankungen steht in Zusammenhang mit stressreichen Belastungen im Privat- und Berufsleben. Welche Faktoren sind für diesen Trend verantwortlich und wie lassen sich alltägliche und berufliche Anforderungen meistern, ohne das innere Gleichgewicht zu verlieren? Antworten auf diese Fragen gibt Mirco Gröger im Resilienz-Forum.

Der Psychologe Mirco Gröger ist Trainer für Resilienzförderung und Stressmanagement in der Resilienz-Ambulanz des Leibniz-Instituts für Resilienzforschung. Zuvor hat er viele Jahre in der psychologischen Krisenintervention gearbeitet und in Unternehmen Mitarbeiter und Führungskräfte mit Burn-out-Syndrom beraten.

Marlene Stoll: Resilienzforschung: Wie funktioniert das eigentlich?

Mittwoch, 14.10.2020, 18:15-19:45

Im Resilienz-Forum mit Marlene Stoll erhalten Sie einen (verständlichen) Einblick in die Erforschung von Resilienz und in die Entstehung und wissenschaftliche Bewertung eines Resilienztrainings. Anhand praktischer Beispiele werden Sie darüber hinaus dazu eingeladen, Wege kennenzulernen, wie sich jede*r selbst über wissenschaftliche Erkenntnisse informieren kann.

Marlene Stoll arbeitet als Psychologin am Leibniz-Institut für Resilienzforschung in Mainz und am ZPID Trier (Leibniz-Zentrum für Psychologische Information und Dokumentation). Sie befasst sich in ihrer Forschung mit der Kommunikation von wissenschaftlichen Erkenntnissen und mit Verzerrungen in wissenschaftlichen Studien.

Dr. Antonia Werner: Selbstmitgefühl – wie der wertschätzende Umgang mit sich selbst zu Gesundheit und Wohlbefinden beiträgt

Mittwoch, 04.11.2020, 18:15-19:45

Eine liebevolle Beziehung mit dem eigenen Selbst stellt eine wichtige Ressource dar, um Widrigkeiten in Privat- und Berufsleben resilient begegnen zu können. Je besser eigene Bedürfnisse, Erwartungen und Ziele bekannt sind, umso eher ist es möglich, diese zu erkennen und zu verfolgen, wenn ein Vorhaben nicht gelungen ist. Wie Menschen in Situationen solcher Rückschläge und Niederlagen mit sich selbst und den eigenen negativen Gefühlen und Gedanken umgehen, wirkt sich förderlich auf Gesundheit und Wohlbefinden aus. Im Vortrag werden zunächst aktuelle Forschungsergebnisse bzgl. der Zusammenhänge von Selbstkritik und Selbstmitgefühl mit psychischer Gesundheit zusammengefasst und anschließend Möglichkeiten zur Förderung des Selbstmitgefühls vorgestellt.

Dr. rer. nat., Dipl.-Psych. Antonia M. Werner arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Psychologie der Goethe-Universität Frankfurt und an der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin Mainz. Im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit erforscht sie die Rolle psychosozialer Risiko- und Schutzfaktoren, insbesondere von Selbstkritik und Selbstmitgefühl, für die Aufrechterhaltung und Förderung psychischer Gesundheit.

Miriam Arnold & Miriam Schilbach: Kann Arbeit unsere Resilienz stärken? Aktuelle Einblicke in die Forschung

Mittwoch, 11.11.2020, 18:15-19:45

Die Resilienz wird vielfach im Zusammenhang mit potenziell traumatischen Ereignissen (z.B. der Tod eines Angehörigen) beforscht. Jedoch ist sie auch in anderen Kontexten, wie z.B. im Arbeitsalltag, von großer Bedeutung. Was wissen wir bislang über die Rolle der Resilienz im Arbeitskontext? Wie können Arbeit und Arbeitsgestaltung dazu beitragen, Resilienz und somit auch die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Personen zu fördern? Diesem Thema widmet sich der Vortrag.

Nach ihrem Studium der Psychologie an den Universitäten Ulm, Besançon und Mainz arbeitet Miriam Arnold nun am Leibniz-Institut für Resilienzforschung und promoviert an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Sie beschäftigt sich mit der Förderung der Resilienz und psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz. Dabei betrachtet sie sowohl Ressourcen, welche die Mitarbeitenden selbst mitbringen, als auch die gesundheitsförderliche Wirkung von Führungsverhaltensweisen.

Nach dem Studium der Psychologie in Mainz und Frankfurt arbeitet Miriam Schilbach aktuell am Leibniz- Institut für Resilienzforschung in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Thomas Rigotti. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit dem Zusammenhang zwischen Arbeitsbedingungen und der Resilienz berufstätiger Personen. Ihr Fokus liegt hierbei auf der Arbeitsplatzgestaltung und darauf, welche Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz zur Resilienz bei chronischem Stress sowie in akuten Stresssituationen beitragen.

Sebastian Mauritz: Wie Menschen "funktionieren" und warum es keine negativen Emotionen gibt

Mittwoch, 18.11.2020, 18:15-19:45

Jeder Mensch lebt in seiner eigenen Welt. Diese erzeugt er von Augenblick zu Augenblick und über die Fokussierung seiner Aufmerksamkeit entsteht so das eigene Erleben. Wie kann man also die eigene Welt resilienter erzeugen? Eine Menge hängt damit zusammen, welches Wissen Menschen über die Struktur des eigenen Denkens, Fühlens und Handelns haben. Hier teilt Sebastian Mauritz ein Modell, das als psychologische Landkarte erklärt, wie Menschen „funktionieren“. Einen besonderen Fokus werden Emotionen im Vortrag einnehmen – wie sie entstehen, wie man sie bei sich und anderen erkennen kann und wofür jede Emotion wichtig und wertvoll ist.

Sebastian Mauritz, M.A. (Systemische Beratung) ist Unternehmer, Trainer, Coach und Keynote-Speaker und hat als Autor fünf Bücher zum Thema Resilienz, Stress und gesundes Arbeiten verfasst. In seinem aktuellen Buch „Immun gegen Probleme, Stress und Krisen“ teilt er Strategien, die für ein sinnerfülltes Leben helfen. Er coacht und trainiert Menschen zum Thema Stress, Resilienz und Kommunikation weltweit seit über zwanzig Jahren und berät Unternehmen und Führungskräfte in den Bereichen Resilienz-Strategien, Burn-out Prävention und empathischer Kommunikation.

Gesche Janzarik: The New Growth - Ein Training zur Resilienzförderung bei Krankenpflegekräften

Mittwoch, 25.11.2020, 18:15-19:45

Krankenpflegekräfte sind als Berufsgruppe besonderen Belastungen ausgesetzt. Um alltagsbezogene und private Stressoren besser zu bewältigen und damit Resilienz und psychische Gesundheit zu verbessern, wurde ein Training zur Resilienzförderung entwickelt. Welche Faktoren trainiert wurden und welche Übungen dabei zum Einsatz kamen und wie diese für Ihren Alltag Bedeutung haben, erfahren Sie im Resilienz-Forum mit Frau Janzarik.

Gesche Janzarik hat bereits während ihres Psychologiestudiums eine Trainerausbildung absolviert und im Trainings- und Weiterbildungsbereich gearbeitet. Seither absolviert sie die Ausbildung zur tiefenpsychologisch und psychoanalytisch orientierten psychologischen Psychotherapeutin und promoviert am Leibniz-Institut für Resilienzforschung.

Dr. Donya Gilan & Markus Müssig: Krise als Chance: Was wir aus belastenden Lebenssituationen lernen können

Mittwoch, 09.12.2020, 18:15-19:45

Anmeldung erbeten an: Sandra.Lenz@lir-mainz.de

Eine Übersicht über die kommenden Veranstaltungen finden Sie hier:

Kontakt
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Wallstraße 7
55122 Mainz
Telefon: +49 (0)6131 89448-77
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