Großangelegte Studie zur Verlässlichkeit wissenschaftlicher Ergebnisse veröffentlicht
Am 1. April 2026 wurden die zentralen Ergebnisse des internationalen Forschungsprogramms Systematizing Confidence in Open Research and Evidence (SCORE) veröffentlicht. An der groß angelegten Initiative waren insgesamt 865 Forschende beteiligt. Die Resultate erscheinen in einer Serie von acht wissenschaftlichen Arbeiten, darunter drei Artikel in Nature sowie fünf weitere Preprints.
Das SCORE-Programm wurde von der U.S. Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) gefördert und durch das Center for Open Science (COS) koordiniert. Ziel des Projekts war es, zentrale Dimensionen der Verlässlichkeit wissenschaftlicher Forschung systematisch zu untersuchen. Im Fokus standen insbesondere Reproduzierbarkeit, Robustheit und Replizierbarkeit von Forschungsergebnissen sowie die Frage, wie gut sich deren Wiederholbarkeit durch Menschen und maschinelle Verfahren vorhersagen lässt.
Eine der zentralen Publikationen, unter Beteiligung von Dr. Kenneth S.L. Yuen (LIR), “Investigating the analytical robustness of the social and behavioural sciences”, zeigt, dass Forschungsergebnisse häufig von den gewählten Analysewegen abhängen. Die Studie empfiehlt daher, alternative Auswertungen stärker zu berücksichtigen und Unsicherheiten transparenter zu machen.
Die SCORE-Ergebnisse liefern wichtige empirische Grundlagen zur Bewertung wissenschaftlicher Verlässlichkeit über Disziplinen hinweg und stärken das Verständnis dafür, wann Forschungsergebnisse als belastbar gelten können.