Welche psychischen Folgen können während der Zeit der Quarantäne auftauchen?

In der Quarantäne sind die eigenen Freiheiten eingeschränkt, dem Alltag und den gewohnten Routinen kann nicht mehr nachgegangen werden, direkte soziale Kontakte fallen weg. Das kann zu Stress führen, Langeweile hervorrufen, die Stimmung stark niederdrücken und ein Gefühl der Einsamkeit verursachen. Auch Schlafprobleme oder veränderte Ernährungsgewohnheiten können auftauchen. Ist man 14 Tage mit dem/der Partner/in oder der Familie in Quarantäne kann es zu Auseinandersetzungen kommen. Lassen Sie sich dadurch nicht verunsichern, die meisten Menschen empfinden so, wenn sie für eine kurze Zeit stark isoliert leben müssen.

Lesen Sie hierzu auch unsere Empfehlungen, was Sie stark machen kann und wie Sie am besten mit Stress, Angst und negativen Gefühlen umgehen können.

Wie bereite ich mich auf eine mögliche Quarantäne vor?

Proaktiver Umgang: Bitten Sie Familienmitgliedern oder Freunden darum, Sie mit Einkäufen zu unterstützen. Sichern Sie sich Unterhaltung mit Büchern, TV oder ähnlichem. Suchen Sie sich ein Projekt. Wollten Sie schon immer etwas Neues lernen? Jetzt ist Zeit dafür. Sprechen Sie mit Ihrem Partner/ Ihrer Partnerin oder Ihrer Familie darüber, was passiert, wenn Sie sich streiten. Stellen Sie unter Umständen Regeln für eine gewisse Zeit der Ruhe auf, die getrennt voneinander verbracht werden kann, wenn dies möglich ist. Besonders wichtig in einer Quarantänesituation ist die Aufrechterhaltung sozialer Kontakte. Informieren Sie Ihre Angehörigen und Freunde über Ihre Situation und halten Sie den Kontakt aufrecht. Machen Sie sich deutlich bewusst, dass Quarantäne keine Strafe für Sie ist, sondern eine Maßnahme, die Sie zum Wohl der gesamten restlichen Bevölkerung tun. Wenn Sie in Quarantäne sind, sorgen Sie damit aktiv dafür, dass Risikogruppen gesund bleiben können.

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